Das JULA 2018

Das JULA 2018 auf Steuchen hat allen mal wieder gezeigt wie toll es sein kann 4 Tage mit Kindern zusammen auf Steuchen zu verbringen.

Pressebericht zum Jungscharlager 2018 auf dem CVJM- Vereinsgelände Steuchen von Volker Brodbeck

„Kinder tauchen in die Welt des Mittelalters ein“ – Lager vorübergehend evakuiert

Neuhausen- der CVJM Neuhausen verwandelte das Vereinsgelände von Fronleichnam für vier Tage in eine Zeltstadt. In diesem Lager unter dem Motto „Mittelalter“ fanden sich 85 Kinder von der zweiten bis zur siebten Klasse aus Neuhausen und Glems ein, wie Lea Heideker vom Leitungsteam berichten konnte.

Schon beim Ankommen an der Zeltstadt wurden die Kinder über eine Zugbrücke auf das Gelände geleitet. Betreut wurden die Kinder von einem 39-köpfigen, ehrenamtlichen Mitarbeiter-Team, das unter der Leitung von Anke Schulda, Lisa Reusch, Christian Gottschall und Lea Heideker stand und sich im Vorfeld intensiv auf dieses Jungscharlager vorbereitet hatte. Ein eigenes Küchenteam sorgte für eine hervorragende Lager-Verpflegung. „Besonders die Maultaschen mit Kartoffelsalat waren lecker“, waren sich die Teilnehmerinnen Lisa, Toni und Lara einig. Ein Novum war ein Geschirrspülmobil, das mit städtischer Unterstützung für größere Veranstaltungen genutzt werden kann, um Einweggeschirr zu vermeiden.

Blick in das Essenszelt – Bild: Volker Brodbeck

Den Abendschluss bildete regelmäßig eine Lagergeschichte, die von fünf Freuden handelte, die einige Abenteuer bestehen mussten. Anne Reusch, die im Lager als Gaukler auftrat und zudem eine Zeltgruppe leitete schilderte eindrücklich wie die Teilnehmer gleich in der ersten Nacht eine besondere Herausforderung mit den Wetterkapriolen hatten. Das anhaltende Donnern und
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Wetterleuchten war für etliche Kinder beängstigend und furchteinflössend. Hier waren die Mitarbeiter in der Betreuung der Kinder besonders gefordert. Schön war zu erleben, wie sich die Kinder in der jeweiligen Zeltgruppe gegenseitig Trost gespendet haben.

Besonders kreativ wurde ein Geländespiel durchgeführt, bei dem ein entführtes Burgfräulein gesucht werden musste. «Unterwegs wurden wir von Räubern im Wald überfallen», erzählten Lisa, Toni und Lara weiter. Bei den Teilnehmern bleibt sicher noch lange in Erinnerung, dass die Befreier zuletzt mit einem Rammbock eine Raubritterburg auf dem Staudamm erstürmen mussten.

Von den eingängigen Lagerliedern, die von E-Gitarren begleitet wurden, waren die Lagerteilnehmer begeistert. Liam, der zur Gruppe der ältesten Teilnehmer gehörte, hatte daher am Folgetag kaum noch eine Stimme. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte die Lager-Combo unter » Einpeitscher » Paul standhaft im Essenszelt gegen den Starkregen und Donner angesungen. Nachdem jedoch der Sturm heftiger wurde, Starkregen einsetzte und kurzzeitig der Strom im Steuchenhaus ausfiel, wurde das Lager kurzfristig evakuiert und alle Kinder zum Schlafen von ihren Eltern abgeholt. «Diese Maßnahme lieft höchstprofessionell», lobte CVJM-Vorsitzender Frank Weiblen die Lagerleitung am Abschlussgottesdienst. Denn eine solche Aktion war in den letzten Jahren noch nie erforderlich. Besonders erfreut waren die Mitarbeiter am Folgetag, dass mit allen Teilnehmern das Lager bei schönem Wetter fortgesetzt werden konnte.

Auf die Spuren von Nehemia und seiner Zeit in Jerusalem begaben sich die Kinder bei den gemeinsamen Bibelarbeiten, die jeden Tag fortgeführt wurden. Hier zeigte sich das Mitarbeiterteam sehr engagiert und spielte die Szenen in entsprechendem Outfit vor.

Insgesamt sind bei diesem Lager die „Aktivzeiten“ auch gut angekommen, hier war es möglich auf dem Steuchenplatz unter Anleitung z.B. zu „spachteln“ oder etwas Kreatives zu basteln. Am letzten Abend wurde ein mittelalterliches Lagerfest gefeiert. Den Auftakt bildete ein Rittermahl, bei dem sogar die Knochen weggeworfen werden durften. Im Anschluss wurden die Kinder auf die Festwiese eingeladen, wo sie mit Talern an einem mittelalterlichen Spiel teilnehmen konnten oder sich zum Beispiel eine Waffel vom einem Holzofen erstehen konnten.

Am Sonntagmorgen wurden bei prächtigem Sonnenschein die Eltern mit den Kindern auf dem Platz zum gemeinsamen Abschlussgottesdienst empfangen. Hier wurden auch die Eltern an die biblische Lagerschichte um Nehemia herangeführt. So steht Nehemia für die Kinder auch dafür, sich gegenseitig zu ermutigen. Richtig ab ging es bei den Lagerliedern, die von allen Besuchern im Stehen gesungen wurden.

In diesem Rahmen bedankte sich Frank Weiblen als Vorsitzender des CVJM bei den zahlreichen Mitarbeitern, die in der Küche, in der Zeltgruppe, in der Technik oder in der Lagerleitung eine hervorragende Arbeit geleistet haben und dies rein ehrenamtlich.

Eindruck vom Abschlussgottesdienst auf dem Platz – Bild: Volker Brodbeck

Ein Abschlusskreis aller Anwesenden bildete eine symbolische Einheit, bevor es noch gute Gespräche bei einem Imbiss gab. Die Lagerleitung war vom gesamten Ablauf und der Organisation begeistert, da alle Mitarbeiter, darunter auch viele jüngere Mitarbeiter bis hin zu Neu- Konfirmierten, super mit anpackten und den Kindern ein schönes Zeltlager ermöglichten.

Blick von oben- Bild: Benjamin Brodbeck